17 Sieger stehen vor mir!

17 Sieger stehen vor mir! - 5.0 out of 5 based on 13 votes
Bewertung:  / 13
SchwachSuper 

2016-03-07-minis.jpg
»Ich finde Medaillen viel besser als Pokale, denn bei den Pokalen bekommt den ja nur einer und eine Medaille bekommt jeder«, Christin Hartlef hat verstanden worum es bei unseren Minispielfesten eigentlich geht. Am letzten Sonntag in Horneburg: perfekt organisiert, dieses Mal in zwei Hallen und mit 18 Mannschaften.

Und wieder diese Momente:

Lana Pankel sucht den Blick des Trainers und ihrer Eltern. Im letzten Spiel, kurz vor Schluss, ist es soweit - der Ball passt genau und sie macht ihr erstes Tor in der Handballwelt. Etwas unsicher, aber vor allem glücklich, bewegt sie sich fortan über den Platz.

Dann Leon Dede, der schon mit einer sehr ansprechenden Leistung im Tor aufgefallen war. Oft lief er sich an der Abwehr des Gegners fest. Doch auch hier dieser eine Augenblick in dem der Ball beim Prellen die richtige Wendung nimmt, sich der Gegenspieler verschätzt und er gekonnt ins gegnerische Tor einnetzen kann.

Manchmal ist man als Trainer von diesen jungen Handballern schon verwundert wie abgeklärt sie in den Spielen auftreten.

Da hat Amelie Höft den Gegner in einem Spiel ein Dutzend Mal frei vor sich stehen und doch muss dieser immer wieder an den Paraden von ihr verzweifeln.

Letztlich kommt nach Mathis Stüves erstem Spiel sein Bruder Finn zu mir und fragt, ob er nicht auch mitspielen könne. Kurz die Sache mit dem Kreis erklärt und ab geht es aufs Feld und ins Tor. Einen hat er im Tor nicht halten können und das Tor, das er geworfen hat, zählte irgendwie nicht, erzählt er mir später. Aber er will wieder kommen, weil es echt Spaß gebracht hat.

Was mir aber immer am besten gefällt, ist einfach zu beantworten. Wenn vor dem ersten Spiel alle Teilnehmer des VfL einen Kreis auf dem Feld bilden. Die Aufgabe ist klar: jeder in der Halle soll unseren Schlachtruf hören und sich sicher sein, dass wir in jedem Spiel mit voller Energie um jeden Ball und jedes Tor kämpfen werden.

Am Ende stehen 17 Sieger auf dem Podest und nehmen ihre Prämie entgegen. Eigentlich muss man sich als Trainergespann bei den Kindern bedanken. Zwar fühlt man sich nach den 4 Stunden am Sonntagmorgen etwas geschafft, aber das Lächeln, welches eine kleine runde Metallscheibe auf das Gesicht unserer Spieler bringt, entschädigt nicht nur, sondern fühlt sich wie ein eigener Sieg an.