Handball: 10 Jahre Kooperation - 4.7 out of 5 based on 29 votes
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HANDBALL

Zehn Jahre Kooperation

Im Juli 2002 gründeten der VfL Fredenbeck und der VfL Stade in der Handball-Jugend eine Kooperation. Das Ergebnis ist die erfolgreichste Jugendarbeit im Landkreis Stade unter allen Teams, die im Bremer Handballverband spielen. Und das über zehn Jahre lang...

Es gibt immer weniger Nachwuchs, und immer mehr Jugendliche zieht es seit der Jahrtausendwende nachmittags vor den PC oder an die Playstation, anstatt sich zweimal pro Woche in der Sporthalle beim Handball-Training auszutoben und die freien Wochenenden dem Sport zu widmen. Wenn man dieser Entwicklung nicht rechtzeitig mit neuen Ideen entgegensteuert, muss man sich in einem Verein nicht wundern, wenn man irgendwann Probleme bekommt, vollzählige Mannschaften im Jugendbereich zu stellen, in denen dann vielleicht sogar noch so viele Talente heranwachsen, dass sie sogar in den höheren Ligen mithalten können.

In Fredenbeck und Stade hat man das bereits vor zehn Jahren erkannt. »Man« – das waren aktive oder bereits passive Handballer, wie z.B. Friedhelm Otto, Wolfgang Tetzlaff oder Thorsten Dietrich, beim VfL Fredenbeck oder Gunnar de Buhr, Brigitte Wolff und Gerhard Hoffmann in Stade. 
 
Die Idee: Die Kräfte sollen gebündelt werden. Mädchen beider Vereine ab der B-Jugend (später auch schon ab der C-Jugend) spielen in Stade, die Jungs in Fredenbeck. Damit war sicher gestellt, dass beide Vereine wieder (das war in den Jahren zuvor nämlich nicht mehr der Fall) auch in Zukunft Jugendhandball auf höchstem Niveau bieten würden. 
 
Die A-, B- und C-Jugend-Mann-schaften beider Vereine sind seit Jahren Stammgäste in der der Oberliga/Nordsee (bzw. die C-Jugend in der für sie höchsten Liga, der Landesliga). Und dort lautet das Saisonziel oftmals nicht einfach »nur« Klassenerhalt. Höhepunkt der Stader war dreimal in Folge die Meisterschaft der B-Jugend Oberliga/Nordsee und anschließend die Vize-Meisterschaft in der A-Jugend. 
Fredenbecks männliche A-Jugend schloss die vergangene Serie als Meister in der Oberliga ab und spielte anschließend um den Aufstieg in die Bundesliga. 
 
Nicht zu vergessen, dass durch diese Konstellation neben den Leistungsmannschaften auch vielen Jugendlichen im Breitensport die Möglichkeit Handball zu spielen gegeben wird.
 
Was bringt uns das danach - abgesehen von Pokalen und Urkunden im Jugendbreich? Eine ganze Menge! Spieler, wie z.B. Jan-Hendrik Buhrfeind, Jonas Buhrfeind, Cedric Koch, Lukas Kraeft oder Lars Kratzenberg, schafften in Fredenbeck den Sprung in die erste Mannschaft, die nur mit dem eigenen Nachwuchs den Level »3. Liga« halten und diesen in naher Zukunft vielleicht sogar noch einmal toppen kann. 
Bei den Stader Damen sind es Marleen und Mona Hoffmann, Kristina Teske, Anna Henke, Merle Alpers und derzeit fünf aktuelle A-Jugendliche, die den Weg aus dem eigenen Nachwuchs in die Spitze des Vereins geschafft haben.
 
Mit - deutlichem - Abstand bilden die Jugend-Mannschaften des VfL Fredenbeck und des VfL Stade (nicht nur zusammen) den erfolgreichsten Nachwuchs in diesem Bereich!

Foto und Text: Jörg Potreck